In den Weinbergsmauern tummeln sich die Mauereidechsen

Das fugenreiche Mauerwerk unserer Weinbergsmauern bietet Eidechsen und anderen Kleintieren geeignete Nahrungs- und Überwinterungsplätze. An sonnenexponierten Hängen errichtet, stellen sie Wärmeinseln dar, die sich ähnlich wie natürlicher Fels tagsüber aufheizen und nachts die gespeicherte Sonnenenergie langsam wieder abgeben. Gerne beobachten wir die geschickten Eidechsen in unseren Weinbergen.

Mauereidechse - Foto E. Kunz
Mauereidechse - Foto E. Kunz
Schiefermauer - Foto E. Kunz
Schiefermauer - Foto E. Kunz

So konnten sich in manchen Weinbergsgebieten Arten ansiedeln, die sonst nur im sonnigen Süden vorkommen. Vor allem die Stützmauern, die Böschungen und steile Hänge befestigen und heute noch das das Bild unserer Weinbergslandschaft prägen, sind oft voller Leben.
Die Mauereidechse ist unsere agilste Eidechse. Mit ihrem kleinen flachen und leichten Körper kann sie selbst engste Spalten im Mauerwerk oder Fels passieren und ist zu ausgezeichnetem Klettern, sogar an überhängendem Fels, fähig. So hat sie auch in ihrem Lebensraum, wie Mauern und Gesteinsabraumflächen, von anderen Eidechsenarten keine Konkurrenz zu fürchten. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist sie fast ständig in Bewegung. Sie huscht geschickt am Gemäuer entlang, ruht meistens nur kurz zum Sonnenbaden und erbeutet auf ihrer Jagd nach Freßbarem selbst schnelle Spinnen und springkräftige Heuschrecken.

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