Weingut Mohr

Weingut Mohr in Lorch am Rhein


Tagebuch

01.02.2009

Januar 2009 - Vom Schnee zurück in die Kälte

Bereits am 3. Januar kommen wir vom Skifahren aus Tirol zurück. Alle Knochen sind heil geblieben und die Zeit im Schnee hat uns und unseren Kindern wieder viel Spaß gemacht. Nach über 20 Jahren war ich dieses Mal einen halben Tag auf Abfahrtsskiern mit meinen Kindern auf der Piste unterwegs.

Es hat mir außerordentlich viel Freude gemacht zu beobachten, was unsere Kinder in der Skischule gelernt haben und wie sicher sie auf ihren Brettern unterwegs sind. Auch ich war regelrecht erstaunt wie gut ich nach all den Jahren noch fahren konnte.

Zuhause fange ich die Arbeitswoche noch ein bißchen ruhiger an. Über Weihnachten wurden die neuen Weine auf ihre Eiweißstabilität im Labor untersucht. Bei einigen Gebinden muss ich eine sogenannte Bentonitschönung durchführen. Vorhandenes Eiweiß wird im Wein gebunden und ausgefällt. Dadurch wird verhindert, dass sich später der gefüllte Wein nachträglich bei starken Temperaturschwankungen, zum Beispiel während des Transports, durch noch vorhandene Eiweiße eintrübt, ein Depot bildet und nicht mehr klar durchsichtig ist. 3 Wochen nach der Schönung kann der Wein dann filtriert werden und das Hefegeläger wird hierbei ebenfalls abgetrennt.

In den Weinbergen ruht der Rebschnitt zuerst wegen den kalten Temperaturen. Wir hatten Nachts bis zu minus 16 Grad Celsius. Als es wieder warm wird haben wir für 3 Tage Dauerregen. Erst in der zweiten Januarhälfte können wir in den Weinbergen weiter schneiden.

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