Am Montag habe ich einen Termin wegen Wildschäden auf einer Weinbergsbrache. Normalerweise werden Schäden in den Weinbergen durch Fraß an Reben und Trauben und Durchwühlen des Bodens nicht durch die Jäger und die Gemeinschaft der Verpächter der Flächen, die Jagdgenossenschaft übernommen. Denn Weinbau gilt in Hessen als Sonderkultur.
In diesem Fall handelt es sich aber um ein nicht bestocktes Grundstück. Daher ist der entstandene Schaden zu ersetzen. Die Wildschweine haben auf der Fläche bis zu einen halben Meter tiefe und 4 Meter breite Löcher in den Boden gewühlt.
Am Dienstag schützen wir bei einigen Weinbergen die Trauben durch blaue, feinmaschige Netze gegen Vogelfraß. Wo die Reben an verbuschte Flächen grenzen, dort müssen wir 2 bis 3 Zeilen damit versehen, damit wir die nun schon süßen Trauben vor den gefräßigen Tieren retten können.
Am Donnerstag ist unser 10. Hochzeitstag. Daher nehmen wir uns einen Tag frei für uns und unsere Kinder.
Am Freitag bin ich in den nicht so steilen Weinbergen zum Einsäen von Winterroggen in die offene Gasse. Vorne am Schlepper ist die Sähmaschine, die das Saatgut auf den Boden ablegt, hinten ist die Fräse, die es ca. 2 cm tief in den Boden mit rotierenden Messern einarbeitet. In den nächsten Wochen keimt der Roggen und wächst im Laufe des Winters ca. 5 cm hoch. Hierdurch bindet er die im Winter freigesetzten Nährstoffe und verhindert deren Auswaschung. Erst im Frühjahr wächst er dann weiter. Im Mai schießen die Ähren und wenn er eine Höhe von 1 - 1,20 Metern erreicht, wird er gemäht. Das Mulchgut bleibt dann als Bodenabdeckung liegen, verhindert Erosion und unterdrückt weiteren Beikräuterwuchs.
Am Sonntag ist eine Präsentation der 2006er Riesling Ersten Gewächse auf Schloß Vollrads.
Gut 60 Rieslinge werden von ihren Erzeugern persönlich einem interessierten Fachpublikum vorgestellt. Unsere beiden, sehr kräftigen und mineralischen Weine werden sehr gelobt.