Am Montag Abend ist wieder Winzerstammtisch. Ein Berater des Weinbauamtes bewertet die aktuelle Situation der Rebentwicklung und gibt Hinweise zum Pflanzenschutz. In dem Jungfeld, as wir letztes Jahr gepflanzt haben, mussten wir einen Befall von Kräuselmilbe feststellen.
Die Blätter wölben sich und haben, gegen das Licht betrachtet, kleine Einstichstellen. Durch das Einhängen von grünen Rebtrieben aus älteren Weinbergen an die jungen Rebchen werden wir in ca. 2 Wochen versuchen, den natürlichen Gegenspieler, die Raubmilbe, dort anzusiedeln. Hierdurch kann im nächsten Jahr das natütliche Gleichgewicht wieder hergestellt werden.
Am Dienstag bin ich wieder in den Weinbergen. Die gehefteten Weinberge werden nochmals gemulcht, das heißt, Gras und aufgewachsener Winterroggen gemäht.
Wir sind mit dem 2. Heften der Weinberge beschäftigt und werden zum Wochenende bis auf einen Rest von ca. 1 Hektar fertig.
Am Freitag treffe ich mich mit meinem Grafiker um über eine modernisierung der Weinetiketten zu sprechen.
Am Samstag beginnen wir im Spätburgunder im Bodental-Steinberg mit Maßnahmen der weiteren Qualitätssteigerung. Wir entfernen einige Blätter im Bereich der Traubenzone, damit mehr Luft und Sonne an die sich entwickelnden Beeren kommt . Ein Teil der jungen Trauben wird mit Daumen und Zeigefinger abgestreift, so dass einzelne Beeren aus der Traube herausfallen.
Bei einem Teil der Reihen trennen wir das untere Drittel der Traube ab. Durch beide Vorgehensweisen soll verhindert werden, dass sich die dicker werdenden Beeren im Herbst gegenseitig abdrücken und aufplatzen. Neben einer Reduzierung des Ertrags sollen hierdurch Trauben länger gesund bleiben und eine spätere Weinlese ermöglichen. Welche Maßnahme den größeren Erfolg verspricht werden wir erst im Herbst abschließend beurteilen können.
Beim Riesling im Bodental entblättern wir zunächt einmal die der Sonne abgewandte Traubenzone moderat.