Weingut Mohr

Weingut Mohr in Lorch am Rhein


Tagebuch

15.04.2007

9. bis 15. April 2007

Durch die warmen Tage über Ostern haben die Reben eine rasante Entwicklung gemacht. Die Natur ist fast 3 Wochen im Voraus. Das bedeutet für uns, dass auch die Arbeit in einem kürzeren Zeitrahmen zu bewältigen ist.

Am Mittwoch bin ich in den Weinbergen am Rebhächseln und Mulchen. Das Schnittholz wird beim Winterschnitt in jede 2. Gasse abgelegt. Mit dem Kleintraktor der Marke Holder, an dem ein Mulcher angebaut ist, befahre ich die begrünten Gassen und zerkleinere dabei das Rebholz und das gewachsene Gras wird auf ca. 5cm Länge zurückgeschnitten.

Am Donnerstag fahre ich nach Dortmund zum Weinliefern. Dabei habe ich meine Mittagspause in einem kleinen, sehr feinen Restaurant verbracht. Nächste Woche werde ich einige Probeflaschen dort abliefern können.

Am Abend treffen wir uns noch von der Freistaat-Flaschenhals-Initiative, um die Weine des neuen Jahrgangs zu probieren, die das Freistaat-Etikett tragen sollen. Die meisten Weine bestehen die Verkostung, einige müssen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal probiert werden.

Am Freitag und Samstag bin ich im Weinberg. Mit unserem Schmalspurschlepper und dem Mulcher befahre ich die begrünten Gassen. In 2 Weinbergen gibt es einige Problemchen.
Einmal komme ich im steilsten Stück nicht sofort hoch und die Räder drehen durch. Das heißt für mich sofort reagieren, den Schlepper anhalten, damit sich die Räder nicht eingraben. Dann im kleinen Gang rückwärts bergabfahren und mit mehr Schwung und in einer anderen Spur hochfahren und dabei den Mulcher früher etwas vom Boden abheben, damit weniger Zugkraft benötigt wird.

In unserem zweijährigen Jungfeld, Kirche genannt, hatte ich im Herbst eine Grasmischung eingesät. Diese ist durch den warmen und feuchten Winter dicht und kräftig gewachsen und es haben sich auch Klee und andere breitblättrige Kräuter dort angesiedelt. Beim Befahren war es hierdurch rutschig und zweimal kam ich die Gasse nicht hoch, sondern bin sogar einige Meter zurückgerutscht. Ein Schutzengel hat mich vor Schlimmerem bewahrt!

« zurück zur Übersicht

nach oben