Weingut Mohr

Weingut Mohr in Lorch am Rhein


Tagebuch

22.01.2007

15. bis 21. Januar 2007

Diese Woche war durch fachliche Weiterbildung geprägt. Verschiedene Rheingauer Verbände bieten zusammen eine Tagung zu den Themen Holzchipseinsatz in der Weinbereitung, alte und neue Pilzkrankheiten im Weinbau, dem neuen Modewort Terroir und weiteren Themen an.

Seit Dezember 2006 ist der Einsatz von Chips bei der Weinbereitung erlaubt (was in der neuen Weinwelt schon seit langem praktiziert wird), jedoch nicht für Prädikatsweine. Die sensorischen Eigenschaften der mit Eichenholzchips ausgebauten Weine kommen nach den ersten Versuchen dem Ausbau im Barrique sehr nahe, ohne jedoch deren Feinheit und Komplexität zu erreichen.
Für mich als kleiner Winzer stellt sich diese Frage nicht, da ich mich dazu entschlossen habe, meine Spätburgunder Rotweine auch weiterhin in 310 Liter kleinen Eichenholzfässern auszubauen.

Bei dem Thema Terroir steuern wir als Weingut bereits unseren Teil bei, indem wir im Jahr 2006 Trauben aus der Lage Lorcher Bodental-Steinberg, gewachsen auf einem Buntschieferboden, zur Verfügung gestellt haben.
Untersucht wird, ob die sensorischen Unterschiede von Rieslingweinen den jeweiligen Ausgangsgesteinen der Böden, wo sie gewachsen sind, zuzuordnen sind. Erste Verkostungen scheinen dies zu bestätigen.

Am Donnerstag habe ich den neuen Pachtvertrag über ca. 1 Hektar Rieslingweinberge in Lorch unterschrieben. Für die Dauer von 15 Jahren werden wir interessante Weine aus diesen Weinbergen gewinnen können. Ein Teil davon ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Das verspricht kleine Erträge mit guter Frucht und hervorragender Qualität.

« zurück zur Übersicht

nach oben