Weingut Mohr

Weingut Mohr in Lorch am Rhein


Tagebuch

03.12.2006

27. November bis 3. Dezember

Diese Woche fahre ich nach Bochum und Gelsenkirchen. Der Weg führt mich über Wuppertal, Witten Bochum, Essen nach Gelsenkirchen.
Dort übernachte ich in einem Märchenschloß www.schloss-berge.de nach einem anstrengenden Tag. In dem sehr gut besuchte Restaurant unter der Federführung von Herrn Geissler lasse ich mich bei Gans und Rotwein verwöhnen.

Ich hoffe sehr, dass im kommenden Jahr dort unser Wein auf der Karte zu finden ist.
Am Morgen beliefere ich noch Kunden in Gelsenkirchen, bevor ich um 12 Uhr bei Tante Anna in Düsseldorf bin. Leibhaftig existiert die gute alte Tante zwar nicht mehr, aber in den Räumen des ältesten Weinrestaurants in der Düsseldorfer Altstadt scheint immer noch ihr Geist zu schweben und an dem einen oder anderen Glas Wein zu schnuppern. www.tanteanna.de.
Danach geht es nach Bonn in die Villa Hammerschmidt, dem 2. Amtssitz des Bundespräsidenten Horst Köhler. Seit über 25 Jahren beliefern wir das Bundespräsidialamt mit Wein und Sekt, früher Bonn, heute meistens nach Berlin. Ausnahmeweise heute eine Lieferung nach Bonn.
Zum guten Schluss bringe ich noch den Wasserkühler von meinem Lieblingstraktor (Baujahr 1965)
Zur Reparatur nach Koblenz. Ich hoffe, er hält mir noch ein wenig die Treue...!

Am Donnerstag und Freitag heißt es Päckchen packen. Ca. 400 Päckchen mit 3 Flaschen Wein oder 1 Flasche Sekt und Lebkuchen oder 3 Flaschen Erstes Gewächs müssen bis zum Samstag fertig sein sind es natürlich auch!

Am Freitag kaufe ich einen neuen Weinberg, Lage Pfaffenwies, 735 Quadratmeter, ca. 55 Jahre alt. Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen. Die Reben und die Drahtanlage machen noch einen guten Eindruck. Wenn die Trauben auch so gut sind, dann könnte ich mir vorstellen, aus dem Bestand Schnittholz für den Aufbau zukünftiger Weinberge zu gewinnen. Zurück zu den Rebstöcken, die noch nicht auf hohen Ertrag selektiert wurden, sondern die noch den ursprünglichen Riesling in sich bergen!

Am Samstag bin ich im Weinkeller, um die Scheurebe Spätlese von der Hefe zu trennen und die Gärung bei ca. 50 Gramm Restzucker zu unterbrechen. Die Ersten Gewächse und die anderen Auslesen und einige Spätlesen gären noch langsam und aromaschonend vor sich hin.
Zwei Rotweine haben den biologischen Säureabbau beendet, der Höllenberg und der Kapellenberg sind noch dabei.
Am Samstag und Sonntag sind noch Bestellungen für die Tour am Montag eingetrudelt. Die Flaschen muss ich noch verpacken und den Kleinbus beladen, bevor es in den schönen Hochtaunus geht.

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