Die zweite Woche im Oktober beschert uns viel Arbeit.
Der große Regen vom 3.10. (45liter) zeigt seine Wirkung und läßt die reifen Trauben schnell in Fäulnis übergehen. So sind wir gezwungen, die Lese im Eiltempo zu Ende zu bringen.
Um reintönige Weine zu gewinnen ist gerade deshalb eine sorgfältige Handlese unabdingbar.
Hierbei können wir unbrauchbares Lesegut aussortieren. Die guten reifen Trauben kommen in orange farbene Kästen 40 Liter Inhalt und werden mit dem Traubenwagen mit der Seilwinde aus der Reihe herausgezogen. Auf dem Weg angekommen werden die Trauben in die großen Bütten geleert und mit dem Schlepper nach Hause transportiert. Dort werden sie in die Traubenpresse geschüttet und schonend ausgepresst.
Die Qualitäten beim Riesling, unserer wichtigsten Rebsorte, liegen im Spät- und Auslesebereich, zwischen 88 und 110 Grad Oechsle. Der dicke Wermuthstropfen ist, dass die Erntemenge gerade bei dieser Sorte deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleibt.
Am Samstag kommen die letzten Trauben in den Keller und anschließend feieren wir "Herbstschluß" mit unseren fleißigen Helfern. Bei dem leckerem Essen, das uns meine Frau bereitete, und natürlich Wein aus dem Hause Mohr, sind die Mühen und Anstrengungen der letzten Tage schnell vergessen.